Staatsminister Söder beim Politischen Frühschoppen in Ehekirchen
(Fotos in der Bildergalerie)

Mit dem Minister für Umwelt und Gesundheit,  Dr. Markus Söder,  hat sich nach Horst Seehofer (2005) und Dr. Thomas Goppel  (2008) ein weiterer Spitzenpolitiker in die langjährige Tradition des Politischen Frühschoppens im Rahmen des Ehekirchener Hochzeitsfestes eingereiht.  „Welches Thema es auch sei, ob Gesundheitsreform oder Energieversorgung, ob Bundeswehrreform oder Gewerbesteuer, um den Namen  Söder kommt man nicht herum.“, so der CSU-Ortsvorsitzende  Otto Plath bei der Begrüßung der rund  200 Gäste. Sichtlich beeindruckt war der Minister vom stilvollen Ambiente des Hochzeitsstadls, denn von Zeitdruck war bei ihm nichts zu spüren. So griff der profilierte und redegewandte Politiker dann auch in seiner Rede eine breite Themenpalette auf.

Söder verwehrte sich nachdrücklich gegen die Pläne von Gesundheitsminister Rössler, Zusatzbeiträge von den Krankenkassen erheben zu lassen und unterstrich die soziale Bedeutung einkommensabhängiger Beiträge.  Schon heute fielen bei einem Zusatzbeitrag von acht Euro rund zwei Euro für Bürokratiekosten an. Die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums würden diese Relation weiter verschlechtern. Stattdessen solle man das Geld besser den Ärzten zur Betreuung ihrer Patienten geben. Dass dieser persönliche Kontakt ihm besonders wichtig sei machte Söder an einem Erlebnis aus seinem familiären Umfeld deutlich.

Auch wenn er kein Kernkraftfetischist sei, so Söder, wäre es falsch frühzeitig aus der Atomtechnik auszusteigen um dann den benötigten Strom im Ausland zu kaufen. So würden dann nicht kontrollierbare Kernkraftwerke wie der Meiler Temelin in Tschechien finanziert.

Bezug nehmend auf die von Thilo Sarrazin angestoßene Integrationsdebatte forderte der Minister mehr Bemühungen der Migranten ein. „Wer bei uns leben will, von dem erwarten wir auch, dass er Deutsch spricht.“ sagte Söder. Er betonte die christliche Tradition in der Bundesrepublik: „In bayerische Klassenzimmer gehören Kruzifixe und keine Kopftücher!“.

Im Anschluss bat Bürgermeister Günter Gamisch um einen Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde Ehekirchen. Otto Plath erwähnte, dass er den Minister jüngst in einer Fernsehshow gesehen hätte, bei der er mit einer grünen Bowle bewirtet worden wäre. So etwas wolle man ihm am Ort der Vermählung von Hopfen und Gerste nicht antun. Deshalb gab es eine Magnumflasche heimischen Gerstensaftes mit auf dem Weg zum nächsten Termin.