Politik trifft Wirtschaft

CSU lädt Unternehmer zum Stammtisch

 


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Neue Wege bei der Umsetzung des Mottos „Näher am Menschen“  beschreitet der CSU-Kreisverband unter der Führung von Alfred Lengler. Um den Erfahrungsaustausch zwischen Wirtschaft und Politik voran zu treiben, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, finden in den nächsten Wochen sogenannte „Unternehmer-Stammtische“ statt.

 

Bei diesen Gesprächen soll den Gewerbetreibenden die Gelegenheit geboten werden, ihre berufspolitischen Fragen und Forderungen vorzutragen. „Wir Kommunalpolitiker möchten uns an diesen Abenden in zwangloser Runde die Dinge anhören, welche die Unternehmer Ihren Politikern immer schon mal sagen wollten. Was können wir für sie, ihre Unternehmen und für ihre Mitarbeiter tun?“, so der Kreisvorsitzende. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern an die maßgeblichen Stellen der verschiedenen politischen Ebenen weitergeleitet werden, verspricht Lengler.

 

Um die Diskussionsrunden möglichst effektiv zu gestalten wurde der Landkreis in drei Regionen unterteilt. Im Südbereich fand dieser Tage bereits die erste Veranstaltung statt. Zehn Unternehmer aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen waren der Einladung nach Winkelhausen gefolgt. Um die Informationswege möglichst kurz zu halten war auch die Landtagsabgeordnete Erika Görlitz geladen.  Diese wurde dann auch mit einer Reihe von Problemen konfrontiert. Achim Schnell, Produzent von Trainingsgeräten, zeigte den Anwesenden einen prall gefüllten Aktenordner und erklärte, dass dieser die „Papierarbeit“ zur Vorbereitung einer Ausschreibung in Deutschland beinhalte. Für den gleichen Vorgang benötige er im Nachbarland Österreich lediglich einen schmalen Hefter, den er dann zum Vergleich auch aus der Aktentasche zog. Überhaupt waren die bürokratischen Hindernisse ein Themenschwerpunkt, zumal die Firmenchefs einhellig der Meinung waren, dass sich die Situation von Jahr zu Jahr verschlechtern würde. So werden immer mehr statistische Abfragen getätigt, die besonders für Klein- und Mittelunternehmen eine erhebliche Zeit- und Kostenbelastung darstellen. Erschwerend hinzu kommen gesetzliche Auflagen, wie zum Beispiel bei der  Arbeitssicherheit und dem Brandschutz, die allem Anschein nur dazu dienen die Haftung auf die Unternehmer zu verlagern. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema Personal.  Mangelhafte Schulbildung und  die problematische Lage auf dem Ausbildungssektor wurde ebenso diskutiert wie die schwierige Situation Jugendlicher mit Migrationshintergrund.

 

„Wiederholenswert“ , so bewerteten die Teilnehmer abschließend die Veranstaltung. Insbesondere der Mix aus lockerer Stammtischatmosphäre und sachlicher Diskussion wurde als angenehm empfunden.  Für Alfred Lengler war die rege und engagiert geführte Diskussion ein sicherer Beweis dafür, dass Gesprächsbedarf vorhanden ist und mit dem Unternehmerstammtisch diesbezüglich eine Lücke geschlossen werden konnte. „Ich gehe davon aus, dass auch die zwei weiteren Veranstaltungen in Burgheim und in Weichering  auf ähnliche Resonanz stoßen werden.“  so sein Resümee.