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Betriebsbesichtigung in Bayerns größter Windkraftanlage bei Ammerfeld
Wirtschaftliche Zusammenhänge aus erster Hand zu erfahren und Erkenntnisse zu regenerativer Energieversorgung, ihre Probleme und Lösungen zu gewinnen, das war die Intention des CSU Ortsverbandes Rennertshofen, der zusammen mit der örtlichen Frauen Union und der Jungen Union zum Betriebsbesuch bei der im Gemeindegebiet Rennertshofen beheimateten Bavaria Windkraft GmbH & Co. eingeladen hatte. Die Windkraftanlage Ammerfeld ist auf den Rennertshofener Anhöhen zwischen Ammerfeld, Kienberg und Burgmannshofen (Gemeinde Marxheim, Landkreis Donau-Ries) gelegen.
Der Ausstieg aus der Atomkraft und das nahende Ende fossiler Energieträger machen den verstärkten Ausbau regenerativer Energien erforderlich. Auch wenn mittlerweile nach den Nuklearkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl, die zu einer erheblichen radioaktiven Kontamination von Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmitteln in der land- und meerseitigen Umgebung geführt haben (beide Geschehnisse wurden auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als katastrophale Unfälle eingeordnet), von fast jedem Bürger der Ausstieg aus der Kernenergie gewollt ist, musste sich „Windmüller“ Herbert Kugler allerdings mit einer ganzen Reihe von Problemen auseinandersetzen: Vogel- und Naturschutz, Landschaftsverspargelung, Geräuschemissionen und Schattenwurf.
Dabei kündigte Ministerpräsident Seehofer kürzlich an: „Wir machen Bayern zur Nummer 1 für nachhaltiges Wachstum und neue Energie.“ Laut Kugler blieben letztlich als alternative Energiequellen nur Sonne, Wind und Wasser. Dabei sei China weltweit die Nr. 1 bei Windanlagen. Die Volksrepublik hat 2010 mehr Anlagen aufgestellt als die gesamte restliche Welt. Positive Signale vermelden die Zahlen aus dem 1. Hj. 2011: Von der gesamten Stromerzeugung in der Bundesrepublik kämen zwischenzeitlich 20,8 % aus erneuerbaren (8 % Wind, 5,5 % Biomasse, 3,5 % Sonne, 3 % Wasser). Allerdings gibt es auf 1000 qkm in Bayern derzeit nur 1,6 Windräder, in Rheinland-Pfalz sind es 50.
Familie Kugler betreibt ihre Windkraftanlagen als Familienunternehmen. Die neue Anlage vom Typ Enercon E-82 misst bei einer beeindruckenden Gesamthöhe von 179 m bis zur Nabe beachtliche 138 m. Die drei 41 m langen Rotorblätter überstreichen eine Fläche von 5.281 m², also etwa ein halbes Fußballfeld, und drehen sich bis zu 18 mal pro Minute. Am Boden weist der „Turm“ einen Umfang von 48 Meter auf.
Die Kosten für das umfangreiche Genehmigungsverfahren gibt Kugler mit rd.
28.000 € an, dazu kamen Aufwendungen für Ausgleichsmaßnahmen in Höhe von etwa 110. 000 € und die 18 Gutachten schlugen mit ca. 130.000 € zu Buche.

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